Große Trauer um Uschi Glas – vor 7 Minuten: Ihr Ehemann hat die traurige Nachricht bestätigt.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man einen Menschen jahrzehntelang im Fernsehen sieht? Immer mit diesem Lächeln, immer mit dieser Energie? Und plötzlich fragt man sich: “Moment mal, wie schafft sie das eigentlich noch?” Ushiglas ist 82 Jahre alt. 82?
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. [musik] Andere in diesem Alter sagen morgens erstmal: “Wo ist meine Brille? Und warum liegt sie schon wieder auf meinem Kopf? Und Usi?
Die spricht über Bewegung, Disziplin, Knochendichte, 10000 Schritte und über Stretching im Badezimmer, bei dem viele von uns wahrscheinlich schon beim Zuschauen einen Termin beim Orthopäden bräuchten. Aber [musik] genau hier beginnt die Geschichte, über die heute so viele sprechen. Denn seit einiger Zeit steht ihre Gesundheit wieder unter Beobachtung. Nicht nur von Fans, nicht nur von Journalisten, sondern auch von jenen Leuten, [musik] die aus jeder kleinen Nachricht sofort ein großes Drama machen. Da heißt es plötzlich: “Ist Uschiglas wirklich so fit, wie sie wirkt? Verbirgt sie etwas? Kämpft sie heimlich mit Osteoporose?” [musik] Und manche formulieren es sogar noch härter, als wären ihre Knochen zerbrechlich wie Glas. Tja, bei dem Nachnamen liegt so ein Wortspiel natürlich nahe. Aber seien wir ehrlich, nicht jedes Wortspiel ist fair [musik] und nicht jedes Gerücht ist Wahrheit, denn die eigentliche Geschichte ist viel interessanter und auch viel menschlicher. Ushiglas steht heute öffentlich für eine Sache ein, die viele ältere Menschen betrifft, über die aber erstaunlich wenig gesprochen wird.
Osteoporose, Knochenschwund, eine Krankheit, die nicht [musik] laut an die Tür klopft, sondern leise kommt, heimlich. Man merkt oft lange nichts, bis plötzlich ein Sturz passiert, ein Bruch, ein Krankenhausaufenthalt und [musik] auf einmal verändert sich das ganze Leben. Und genau da sagt Uschiglas: [musik] “Wartet nicht, bis etwas passiert. Das klingt erstmal wie ein einfacher Satz. Aber wenn man ein bisschen länger darüber nachdenkt, dann [musik] steckt da viel drin. Denn wer von uns geht schon gern zur Vorsorge?
Wer hört gern, dass der Körper nicht mehr ganz so selbstverständlich funktioniert wie früher? Wenn ich ganz ehrlich bin, ich glaube, ich wäre auch so einer, der erst sagt: “Ach komm, [räuspern] wird schon nichts sein.” [musik] Und dann kneift es im Rücken.
Das Knie knackt, die Schulter meldet sich und man tut so, als hätte man es nicht gehört. [musik] Kennt ihr das?
Usilas macht genau das Gegenteil. Sie sagt nicht, ich bin unverwundbar.
Sie sagt eher, ich kümmere mich, bevor es zu spät ist. [musik] Und vielleicht ist genau das der Punkt, der viele so überrascht, denn wir kennen sie ja aus einer ganz anderen Zeit, aus dem Kino, [musik] aus dem Fernsehen, aus Rollen, die ein Stück deutscher Unterhaltungsgeschichte geworden sind.
Geboren wurde sie 1944 in Landau an der ISA in Bayern. Ein Kriegskind, eine Frau, die in einer schwierigen Zeit zur Welt kam und später ausgerechnet mit Leichtigkeit berühmt wurde, [musik] mit Scham, mit Temperament, mit diesem Gesicht, das viele Zuschauer sofort wiedererkennen.
1968 kam dann der große Durchbruch mit [musik] zur Sache, Schätzchen. Und von da an war Uschiglas für viele nicht mehr einfach nur eine Schauspielerin.
Sie wurde ein Lebensgefühl, ein Stück Jugend, ein Stück Bundesrepublik, ein Stück Erinnerung. Aber [musik] wisst ihr was das Gemeine an Erinnerungen ist? Wir frieren Menschen in unserem Kopf ein.
Für manche bleibt Ushiglas immer dieses junge freche Schätzchen von damals. Für andere bleibt sie die starke Frau aus den großen Fernsehrollen und dann sehen wir sie heute mit 82 und erwarten fast, dass die Zeit bei ihr höflich draußen vor der Tür wartet. Aber so funktioniert das Leben nicht. [musik] Auch bei Uschiglas nicht. Der Körper verändert sich, die Kräfte verändern sich, [musik] die Fragen werden andere. Früher fragte man vielleicht, welche Rolle spielt sie als nächstes? [musik] Heute fragen viele: “Wie geht es ihr wirklich?” Und genau diese Frage ist gar nicht falsch. Sie wird nur dann gefährlich, wenn aus Sorge Spekulation wird, wenn aus Interesse ein Gerücht wird, wenn man einer Frau, die offen über Vorsorge spricht, plötzlich eine heimliche Krankheit andichtet. Denn eines sollten wir nicht vergessen. Über Gesundheit zu sprechen bedeutet nicht automatisch krank zu sein. Manchmal bedeutet es auch einfach, ich habe verstanden, wie kostbar Beweglichkeit ist, [musik] wie kostbar es ist, morgens aufzustehen, die Treppe zu nehmen, einkaufen zu gehen, mit den Enkeln zu lachen, zu arbeiten, [musik] zu leben und ja, Uschiglas scheint dafür eine Disziplin zu haben, bei der man nur den Hut ziehen kann.
[musik] Keine Ausreden, Bewegung, gesunde Ernährung, Knochendichte messen lassen, Stretching am Morgen. Da sitzt man als normaler Mensch vor dem Bildschirm und denkt: “Usi, bitte, ich bin schon stolz, wenn ich nach dem Kaffee die Fernbedienung finde. Aber hinter diesem kleinen Schmunzeln steckt etwas Ernstes, [musik] denn vielleicht ist ihre Geschichte heute nicht mehr die Geschichte einer Filmdiva. Vielleicht ist es die Geschichte einer Frau, die zeigt, älter werden ist kein Rückzug. Älter werden ist Arbeit, [musik] manchmal unbequeme Arbeit, manchmal stille Arbeit, aber auch eine Form von Würde. [musik] Und deshalb schauen wir heute genauer hin.
Nicht um Angst zu machen, nicht um Gerüchte aufzublasen, sondern um zu verstehen, was ist wirklich dran an den Sorgen um Uschigas? Warum spricht sie ausgerechnet jetzt so offen über Osteoporose?
Und was sagt ihr Umgang mit dem Alter über uns alle aus? Bleibt dran, denn diese Geschichte beginnt nicht bei einem Gerücht. Sie beginnt viel früher in Bayern [musik] im Jahr 1944 mit einem Mädchen, das noch nicht wissen konnte, dass einmal ganz Deutschland ihren Namen kennen würde. Dort wurde Uschiglas am 2. März 1944 geboren als Helger [musik] Ursula.
Also mitten in einer Zeit, in der Deutschland nicht gerade nach Glanz, Kino und großen Karrieren roch, sondern nach Unsicherheit, Verlust und dem Versuch irgendwie wieder aufzustehen.
Später wuchs sie als jüngstes von vier Kindern in einfachen Verhältnissen auf.
Kein Palast, kein Filmstudio, kein goldener Teppich vor der Haustür.
[musik] eher, Bodenständigkeit, Arbeit, Familie und dieses bayerische Gefühl von jetzt stell dich nicht so an, mach weiter und vielleicht ja vielleicht erklärt das schon ein bisschen, warum diese Frau später so geworden ist. Denn Ushiglas war nie jemand, der nur hübsch da saß und wartete, bis das Leben ihr etwas schenkt. Nach der Schule arbeitete sie zuerst ganz normal, Buchhaltung, Büro. Später zog sie nach München [musik] und wer München kennt, der weiß, diese Stadt kann einen entweder verschlucken oder sie kann einem plötzlich eine Tür öffnen, von der man morgens noch nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Bei Osi war es genauso. Sie begegnete dem Produzenten Horst Wendland, bekam 1965 [musik] eine kleine Rolle in der Unheimliche Mönch, damals noch als Ursula Glas und plötzlich begann etwas, das ihr ganzes Leben verändern sollte.
[musik] 1966 wurde sie als Apanacci in Vinnetu und das Halbblut Apanacchi bekannt. Und dann [musik] kam 1968 dieser eine Film, den viele bis heute sofort im Ohr haben, sobald der Titel fällt, zur Sache Schätzchen.
Schätzchen, schon dieses Wort. Für manche war es frech, für andere modern, für wieder andere ein bisschen provokant.
Aber vor allem war es ein Türöffner.
Bushig Glas wurde plötzlich nicht mehr nur gesehen, sie wurde erkannt und das ist ein Unterschied. Gesehen wird man kurz, erkannt wird man über Jahrzehnte.
Aber [musik] mal ehrlich, ist Rum wirklich immer ein Geschenk? Auf den ersten Blick denkt man ja, ach herrlich, Filme, Applaus, Interviews, schöne Kleider, Blitzlicht, aber wenn man länger hinschaut, [musik] dann merkt man, Ruhm ist auch eine Art Glasvitrine.
Man steht drin, alle schauen rein [musik] und Wehe, man verändert sich.
Bei Ushiglas begann genau da dieses seltsame Spiel, das viele bekannte Frauen kennen. Erst will man sie jung, frisch, frech, dann will [musik] man, dass sie ewig so bleibt. Und wenn sie älter wird, fragt man plötzlich: “Was ist los mit ihr?” Dabei war ihr Leben nie stehen geblieben. In den 1970er und 1980er Jahren [musik] stand sie weiter vor der Kamera, spielte Kino, Fernsehen, Theater. Sie war in Edgar Wallace Filmen zu sehen. In der beliebten Reihe die Lümmel von der ersten Bank. Später wurde sie mit Serien wie Polizeiinspektion 1sere schönsten Jahre und [musik] ab 199 zwei Münchner in Hamburg ein festes Gesicht im deutschen Fernsehen. In den 1990er Jahren folgten Produktionen wie Tierärztin Christin, Anna Maria, eine Frau geht ihren Weg und später Silvia, eine Klasse für sich. Und selbst [musik] die jüngere Generation entdeckte sie noch einmal neu in den [musik] you Göte Filmen der Jahre. Das muss man sich mal vorstellen. Eine Karriere, die in den 1960ern [musik] beginnt und Jahrzehnte später sitzen junge Leute im Kino und sagen: “Moment, die kenne ich doch.” Das schafft nicht jeder. Und [musik] trotzdem oder vielleicht gerade deshalb blieb bei Ushiglas immer diese Spannung zwischen öffentlichem Bild [musik] und privatem Menschen. Denn hinter der Schauspielerin war ja auch eine Frau, eine Mutter, eine Ehefrau, eine Frau mit Entscheidungen, mit Brüchen, mit Neuanfängen. Von 1981 bis 2003 war sie mit [musik] Berntwak verheiratet. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor und wer selbst Kinder [musik] hat, der weiß, ein Leben mit Familie und Beruf ist schon ohne Kameras manchmal ein kleiner Drahtseilakt. Mit Kameras noch einmal eine andere Hausnummer. 2005 heiratete Ushiglas dann den Unternehmensberater Dieter Hermann, den sie bei einem Golfturnier kennengelernt hatte. Und da frage ich mich schon, wie viel Kraft braucht ein Mensch eigentlich, um sich immer wieder neu zu sortieren nach einer langen Ehe, nach öffentlicher Beobachtung, nach beruflichen Höhen und privaten Umbrüchen. Wenn wir ehrlich sind, die meisten von uns wollen schon nicht, dass der Nachbar mitbekommt, [musik] wenn wir mal im Bademantel den Müll rausbringen.
Und bei ihr, da wurde vieles kommentiert.
freundlich, manchmal neugierig, manchmal auch gnadenlos. Aber Uschiglas machte weiter, [musik] nicht laut, nicht jammernd. Er mit diesem Satz, den viele bayerische Frauen in sich tragen, [musik] hilft ja nichts. Und genau diese Haltung zeigte sich auch in ihrem sozialen Engagement. 2009 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Dieter Hermann den Verein Prozeit eingetragener Verein, der sich dafür einsetzt, dass Kinder vor der Schule ein Frühstück bekommen. Ein Thema, das auf den ersten Blick gar nicht glamurös klingt. Kein roter Teppich, kein Blitzlicht, nur Brot, Zeit, [musik] ein offenes Ohr und Kinder, die morgens nicht hungrig im Klassenzimmer sitzen sollen. Aber gerade das sagt viel [musik] über einen Menschen aus. Denn wer sich in späteren Jahren nicht nur um sich selbst dreht, [musik] sondern um andere, der hat verstanden.
Am Ende bleibt nicht die schönste Rolle.
Am Ende bleibt, was man anderen gegeben hat. Und vielleicht [musik] ist das ein Schlüssel, um Ushiglas heute besser zu verstehen. Sie war nie nur Schauspielerin, [musik] nie nur Filmekone, nie nur Schätzchen. Sie war immer auch jemand, der sich selbstverantwortlich fühlte für den eigenen Weg, für die Familie, für Kinder, [musik] für Themen, die unbequem sind. Und damit sind wir wieder bei dem Punkt, der heute so viel Aufmerksamkeit bekommt, ihre Gesundheit. Denn wenn eine Frau wie Uschiglas mit über 80 Jahren über Osteoporose spricht, [musik] dann hören die Leute hin. Manche aus ehrlicher Sorge, manche, weil sie selbst betroffen sind und manche leider auch, weil sie sofort Dramawittern. Dabei ist der sachliche Kern ganz klar. Uschiglas.
unterstützt [musik] als prominente Botschafterin die Aufklärungskampagne Osteoporose verstehen. Die Initiative sagt ausdrücklich, dass sie selbst nicht erkrankt ist, aber auf die Bedeutung starker Knochen und rechtzeitiger Vorsorge aufmerksam machen möchte. Und da merkt man wieder, [musik] ein kleiner Unterschied in der Formulierung kann alles verändern. Sie spricht über Osteoporose ist eine Sache. Sie ist heimlich schwer krank. ist eine [musik] ganz andere, aber im Internet, na ja, ihr kennt das, da wird aus einem Satz schnell ein Verdacht, aus einem Interview wird ein Drama. Aus Vorsorge wird plötzlich [musik] angebliche Angst und genau deshalb ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Denn was Ushiglas tatsächlich erzählt, [musik] klingt nicht nach Panik, es klingt nach Disziplin, nach Kontrolle, [musik] nach einer Frau, die verstanden hat, dass man im Alter nicht einfach dem Zufall alles überlassen sollte. Sie lästt seit vielen Jahren ihre Knochendichte messen. Laut Berichten begann sie damit bereits vor mehr als dreig Jahren auf ärztlichen Rat hin und lässt die Werte regelmäßig kontrollieren. Dazu [musik] kommt ihre klare Botschaft: Rechtzeitig hingehen, nicht erst warten, bis der erste Bruch passiert. Und jetzt mal Hand aufs Herz.
Wer von uns macht das wirklich? Wir lassen das Auto zur Inspektion bringen.
Wir laden das Handy auf, bevor es ausgeht. Wir wechseln den Wasserfilter, [musik] wenn die Anzeige blinkt. Aber beim eigenen Körper, da sagen wir oft: “Ach, passt schon.” Bis es eben nicht mehr passt. Uschiglas scheint das anders zu sehen. Sie behandelt ihren Körper nicht wie eine Maschine, die immer funktionieren muss, eher wie ein Zuhause, um das man sich kümmern muss, wenn man möglichst lange darin wohnen will. Und ja, dazu gehören bei ihr Dinge, die für viele von uns fast schon sportlich klingen. Viel Bewegung, ein bewusster Alltag, Disziplin bei der Ernährung und diese berühmte Dehnung am Morgen, bei der man sich fragt, ob sie heimlich aus Gummi ist. Ich meine Stirn zum Knie, morgens vor dem Kaffee. Also, ich sag’s euch ehrlich, bei mir wäre wahrscheinlich schon beim Wort Stretching [musik] die Motivation im Badezimmer ausgerutscht, aber genau diese Mischung aus Stränge und Leichtigkeit macht sie interessant. Sie predigt nicht von oben herab. Sie zeigt eher, man kann älter werden und trotzdem mitmachen. Man kann vorsorgen, ohne sich jeden Tag krank zu fühlen. Man kann über Knochen reden, ohne dass das Leben nur noch aus Arztterminen besteht. [musik] Und das ist eine wichtige Botschaft gerade für ältere Zuschauer, denn viele Menschen haben Angst vor diesem Thema.
Osteoporose klingt für manche wie ein Urteil, wie ein Wort, das man lieber nicht hören möchte, aber eigentlich ist es genau anders herum. Je früher man hinschaut, desto mehr Möglichkeiten hat man. [musik] Und vielleicht ist das der Grund, warum Uschigas heute noch einmal so im Mittelpunkt steht. [musik] Nicht weil sie schwach wirkt, sondern weil sie stark genug ist über ein Thema zu sprechen, das [musik] andere lieber wegschieben. Aber natürlich, wo Licht ist, da kommen auch Schatten, denn eigentlich beginnt diese [musik] ganze Geschichte ganz ruhig, fast unspektakulär. Eine bekannte Schauspielerin, inzwischen über 80, spricht öffentlich über Osteoporose. Sie macht auf Vorsorge aufmerksam. [musik] Sie erzählt, dass sie ihre Knochendichte regelmäßig kontrollieren lässt. Sie erklärt, warum Bewegung wichtig ist, warum Ernährung wichtig ist, warum man nicht erst dann handeln sollte, wenn schon etwas passiert ist. Das klingt vernünftig, das klingt erwachsen, das klingt sogar ziemlich vorbildlich, [musik] aber ihr kennt das ja. Im öffentlichen Raum bleibt selten etwas so, wie es gemeint war. Kaum spricht ein prominenter Mensch über eine Krankheit, eine Untersuchung oder eine gesundheitliche Vorsorge, geht sofort die große Maschine los. Dann wird nicht mehr gefragt, was will sie uns sagen, sondern was verheimlicht sie? Und [musik] genau da wurde es bei Ushiglas plötzlich dramatisch. Aus ihrer Botschaft über Osteoporose wurde bei manchen Leuten auf einmal ein Verdacht.
Aus Vorsorge wurde angebliche [musik] Angst. Aus Verantwortung wurde ein Flüstern hinter vorgehaltener Hand. Ist sie vielleicht selbst betroffen? Warum spricht sie so offen darüber? Geht es ihr schlechter als sie zugibt? Sind ihre Knochen wirklich so empfindlich?
Und dann [musik] kommt dieser Satz, der sich besonders schnell festsetzt. Ihre Knochen seien angeblich so zerbrechlich wie Glas. Na ja.
Da merkt man schon, wie so etwas funktioniert. Der Nachname passt, das Bild [musik] ist stark. Die Schlagzeile klingt dramatisch und schon [musik] bleibt es hängen. Aber ist es fair? Ich finde nein, denn so eine Formulierung macht aus einem ernsten Gesundheitsthema fast eine Sensation. Und genau das ist gefährlich, nicht nur für Ushiglas, sondern für alle Menschen, die wirklich mit Osteoporose leben, weil Osteoporose eben kein Theaterstück ist, kein Gerücht für den Stammtisch, kein Stoff für ein paar schnelle Klicks. Es ist eine Krankheit, die viele betrifft. Besonders Frauen nach den Wechseljahren, aber auch Männer können betroffen sein. [musik] Und das türkische daran ist, man spürt sie oft lange nicht. Kein lauter Alarm, kein dramatischer Moment. [musik] Man lebt, man läuft, man arbeitet, man sagt: “Mir [musik] geht’s doch gut.” Und dann reicht manchmal ein kleiner Sturz, [musik] eine falsche Bewegung, ein Bruch und plötzlich ist alles anders.
Vielleicht kennt ihr jemanden in der Familie, bei dem es so war. eine Mutter, [musik] eine Tante, eine Nachbarin, jemand, der früher immer stark war und [musik] dann nach einem Sturz nie wieder ganz derselbe wurde. Und genau deswegen ist das Thema so wichtig. Aber was passiert, wenn eine [musik] prominente Frau wie Uchig Glas darüber spricht? Man hört nicht nur ihre Botschaft, man schaut auf ihren Körper, auf ihre Haltung, auf ihr Gesicht, auf ihre Hände, auf ihre Schritte. [musik] Plötzlich wird jedes Foto untersucht, jedes Interview, jede Bewegung. Hat sie langsamer gesprochen, ist [musik] sie vorsichtiger gegangen, wirkte sie müde, war da ein Zittern, hat sie sich anders gehalten? [musik] Und ich sage euch ganz ehrlich, wenn man jemanden nur lange genug unter [musik] die Lupe legt, findet man immer irgendwas. Mit hat kein Mensch mehr die Bewegungen einesjährigen.
Das wäre ja auch unheimlich.
Wenn ich morgens aufstehe, mache ich Geräusche wie ein altes Gartentor. Und ich bin nicht Uschiglas. Ich werde auch nicht von Fotografen verfolgt. Aber bei ihr wird jede kleine Veränderung sofort gedeutet. Das ist der Preis, den Menschen zahlen, die sehr lange öffentlich gelebt haben. Früher wurde Uschig Glas angeschaut, [musik] weil sie jung war. Heute wird sie angeschaut, weil sie alt geworden ist [musik] und dazwischen liegen fast sechs Jahrzehnte Karriere. Das muss man sich einmal vorstellen. Eine Frau, die in den 1960er [musik] Jahren zur Leinwandikone wurde, soll heute immer noch beweisen, dass sie stark genug ist. fit genug ist, schön genug ist, gesund genug ist. Aber wer entscheidet das eigentlich? Wir Zuschauer, die Presse, das Internet oder am Ende doch der Mensch selbst. Usilas hat sich jedenfalls nicht in eine Ecke gedrängen lassen und das finde ich bemerkenswert.
Sie hätte sagen können, darüber rede ich nicht. Sie hätte schweigen können. Sie hätte das Thema meiden können, weil Gesundheit im Alter immer ein Risiko ist, öffentlich besprochen zu werden.
Denn sobald man darüber spricht, wird man verletzlich, aber sie macht es trotzdem. Und genau deshalb, liebe Zuschauer, sollten wir bei Ushiglas nicht nur auf Gerüchte schauen, sondern auf den Menschen dahinter. Eine Frau, die seit Jahrzehnten auf der Bühne des Lebens steht. eine Frau, die gelacht hat, gearbeitet hat, gefallen ist, wieder aufgestanden [musik] ist und heute mit 82 Jahren noch immer versucht, [musik] anderen Mut zu machen. Vielleicht ist sie nicht mehr die junge Usch aus den Filmen von damals. Natürlich nicht. Wer von uns ist denn noch derselbe wie vor 40 oder 50 Jahren? Aber genau darin liegt doch die Schönheit. Sie muss nicht mehr beweisen, dass sie jung ist. Sie zeigt uns etwas viel Wichtigeres, wie man mit [musik] Würde älter wird. Und wenn über ihre Gesundheit gesprochen wird, dann sollten wir vorsichtig sein.
Nicht jedes Zittern ist ein Drama. Nicht jede Vorsorge ist ein Geständnis.
[musik] Nicht jede Falte erzählt von Schwäche.
Manchmal erzählt sie einfach von einem langen Leben. Wenn ihr also heute an Uschiglas denkt, dann denkt nicht nur an Schlagzeilen, denkt an Ihre Filme, an ihre Energie, an ihre Disziplin, an diese Botschaft. Kümmert euch um euch selbst, bevor es zu spät ist. Und vielleicht vielleicht ruft ihr nach diesem Video auch mal eure Mutter an oder eure Tante. Oder ihr denkt an euch selbst und sagt: “Komm, ich schiebe das mit der Vorsorge nicht mehr ewig auf.” Wenn euch diese Geschichte berührt hat, dann [musik] schenkt dem Video gern ein Like. Teilt es mit Menschen, die Uschiglas noch aus früheren Zeiten kennen [musik] oder mit denen, die ein bisschen Mut beim Älter werden brauchen. Und wenn ihr solche warmen, ehrlichen Geschichten über Menschen hinter den Schlagzeilen mögt, dann abonniert gern den Kanal.
Nicht wegen mir. Na gut, ein kleines bisschen auch wegen mir, aber vor allem damit wir gemeinsam hinschauen, wo andere nur urteilen. Passt auf euch auf und vergesst nie, älter werden ist kein Makel. Es ist ein Kapitel und manche schreiben es mit erstaunlich viel Würde.






