Die Rosenheim-Cops

Die Rosenheim Cops Star Igor Jeftić kämpft gegen Krebs – Mit bewegenden Worten nimmt er Abschied

[musik] [musik] Er ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Vorabendfernsehns.
Seit 2009 ermittelt Igor Jeftic als Kriminalhauptkommissar Sven Hansen in der ZDF Erfolgsserie die Rosenheim Cops.
Ein Charakter.
Den Millionen Zuschauer dienstags um 19:25 Uhr pünktlich auf dem Bildschirm erwarten. Doch immer wieder kursierten in jüngerer Vergangenheit Gerüchte über den Gesundheitszustand des 53-jährigen Schauspielers, der in München lebt [musik] und dessen Privatleben er konsequent aus der Öffentlichkeit heraushält.
Besonders persistent war die [musik] Behauptung.
Jeftit leider an einer ernsthaften Erkrankung, zuletzt [musik] an Prostatakkrebs.
Auf Instagram wandte er sich direkt dagegen. Kann sie beruhigen, [musik] alles nur fiese Fakeemeldungen.
Erstellt von irgendeiner K und profitiert wird von den vielen Aufrufen, kann man nicht viel machen. Nur ignorieren. Eine nüchterne, klare Antwort eines Mannes, den solche Behauptungen offensichtlich genervt haben.
Und doch, das Thema, [musik] dass diese Falschmeldungen aufgeworfen haben, ist alles andere als trivial.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Dass Männer über sie sprechen [musik] oder eben nicht sprechen, ist eine Frage, die weit über den Einzelfall hinausgeht.
Auf Instagram hatte eine Userin die Frage gestellt, ob Jeftic an einer chronischen Krankheit leide und deshalb öfter bei den Rosenheimkops [musik] fehle. Die Frage kam nicht aus dem Nichts. Jeftit war tatsächlich in einzelnen Episoden abwesend, was zu Spekulationen führte.
Fans der ZDF Krimiserie konnten jedoch aufatmen. Jeftic kehrte zurück und die Gerüchte waren ohne reale Grundlage.
Dieser Vorfall zeigt eine Dynamik, die in der Welt der sozialen Medien inzwischen allgegenwärtig ist. K.
Agenierte Inhalte, die bekannten Namen mit Schlagworten wie Krebs oder öfterschwere Krankheit kombinieren und daraus reißerische Überschriften basteln, die mit seriösem Journalismus nichts zu tun haben, [räuspern] aber mit besorgniserregender Reichweite kursieren.
Prominente sind dabei besonders anfällig und die Grenze [musik] zwischen echter Nachricht und fabrizierter Angstmache verschwimmt im Informationsrauschen.
Doch gerade weil diese Berichte inhaltlich falsch sind, bieten sie eine Gelegenheit zu erklären, was Prostatakrebs wirklich ist, wie er [musik] entsteht, wie er behandelt wird und warum er so viel seltener thematisiert wird, als es angesichts seiner Häufigkeit geboten wäre.
Prostatakkrebs [musik] ist die häufigste Krebsart bei Männern.
In Deutschland erhalten jährlich etwa 75 000 Männer diese Diagnose.
Damit übertrifft die Erkrankung zahlenmäßig sogar den Brustkrebs bei Frauen, der in der öffentlichen Wahrnehmung eine ungleich stärkere Präsenz hat. Zwar können auch jüngere Männer erkranken. Insgesamt gilt der Prostatakrebs aber als Alterserkrankung.
[musik] Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren.
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist eine Drüse im männlichen Körper, [musik] die sich direkt unterhalb der Hahnblase befindet und die Hahnröhre umschließt.
Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, wächst ein [musik] bösartiger Tumor in diesem Organ. verläuft das in einem frühen Stadium häufig völlig ohne Symptome. Erst wenn der Tumor größer wird und Druck auf die Hahnröhre ausübt, können Beschwerden beim Wasserlassen [musik] auftreten. Häufiger Harndrang, schwacher Harnstrahl, Schmerzen oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entlehren zu können. Diese Zeichen sollten Männer niemals auf die leichte Schulter nehmen [musik] oder verharmlosen.
Das Problem ist, [musik] genau das tun viele Männer. Scham, Scheu vor dem [musik] Arzt, die kulturell verankerte Neigung, Beschwerden zu ignorieren und zu verdrängen. All das [musik] führt dazu, dass Symptome zu spät ernst genommen werden und bei [musik] Prostatakrebs kann dieser Aufschub entscheidend sein.
Ein zentrales Merkmal, das im Prompt zu diesem Artikel beschrieben wird und das tatsächlich medizinisch bedeutsam ist, ist die Hormonsensitivität des Tumors.
Beim hormonsensitiven Prostatakarzinom [musik] MHSPC benötigen die Krebszellen das männliche Sexualhormon Testosteron, um zu wachsen.
Bei vielen Männern ist der Prostatakkrebs hormonempfindlich.
[musik] In diesem Fall brauchen die Prostatakrebszellen das männliche Sexualhormon Testosteron [musik] für Ihr Wachstum. Unter dem Einfluss des Testosterons teilen [musik] und verbreiten sie sich immer weiter. Diese biologische Eigenschaft des Tumors eröffnet jedoch gleichzeitig einen therapeutischen Ansatzpunkt.
entzieht man den Krebszellen [musik] das Testosteron, lässt sich ihr Wachstum stoppen oder zumindest verlangsamen.
Die Hormontherapie [musik] ist eine sehr wichtige Behandlungsmöglichkeit bei Prostatakkrebs, die oft in Kombination mit anderen Krebsbehandlungen [musik] eingesetzt wird. Sie kommt zunächst für Männer in Frage, deren Prostatakkrebs schon fortgeschritten oder metastasiiert [musik] ist.
Hierbei gibt es verschiedene Ansätze.
Entweder wird die körpereigene Testosteronproduktion durch Medikamente unterdrückt, die sogenannte Androgenrivationstherapie A D T oder es werden sogenannte Antiandrogene eingesetzt, die verhindern, dass Testosteron an den Krebszellen wirken kann.
Die Hormontherapie eignet sich besonders für Männer mit Knochenmetastasen und einem hormonempfindlichen Prostatakrebs.
Durch den Entzug des männlichen Geschlechtshormons lässt sich ihr Wachstum aufhalten.
Zentrales Element der Behandlung [musik] des hormonsensitiven metastasiierten Prostatakarzinoms ist die Androgendeprivationstherapie, auch Hormonentzugstherapie genannt. Eine Heilung ist in dieser Situation zwar nicht mehr möglich, jedoch können immer mehr Männer viele Jahre mit der Erkrankung leben.
Dieser letzte Satz ist [musik] wichtig.
Das fortgeschrittene aber hormonsensitive Prostatakarzinom ist heute anders als noch vor wenigen Jahrzehnten keine unmittelbare Todesdiagnose mehr. Dank moderner Kombinationstherapien, neuer Medikamente und individuell abgestimmter Behandlungspläne gelingt es vielen Betroffenen [musik] über viele Jahre ein gutes Leben mit der Erkrankung zu führen. [musik] Genau das, was im Prompt beschrieben wird, der Optimismus des Patienten, die Hoffnung auf Wirksamkeit [musik] der Therapie, die Überzeugung, dass es sich machen lässt, entspricht dem medizinischen Stand einer Erkrankung.
bei der es trotz ernsthafte Ausgangslage vielversprechende Behandlungsoptionen gibt.
Das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen Prostatakkrebs ist die Früherkennung und die beginnt lange vor dem Auftreten von Symptomen.
Der PSA Test. Messung des Prostataspezifischen Antigens im Blut ist die bekannteste Methode erhöhte PSA.
Werte können auf Prostatakrebs [musik] hindeuten, auch wenn allein ein erhöht Wert keine sichere Diagnose ergibt.
Ergänzt wird der PSA Test durch die digitale rektale Untersuchung, bei der der Arzt die Prostata abtastet, um Veränderungen in Größe oder Textur festzustellen.
Die gesetzlichen [musik] Krankenkassen in Deutschland übernehmen ab dem 45.
Lebensjahr bei erhöhtem familiärem Risiko bereits ab dem 40.
[musik] Lebensjahr jährlich die Kosten für eine Prostata Früherkennungsuntersuchung.
Der PSA Test selbst ist eine individuelle Gesundheitsleistung I, die Männer auf eigene Kosten hinzuziehen können und die von vielen Urologen empfohlen [musik] wird.
Wer regelmäßig geht und Veränderungen ernst nimmt, schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass ein Tumor früh [musik] entdeckt wird, wenn die Behandlung am einfachsten und die Heilungschancen am größten sind.
Doch noch immer nutzen viele Männer diese Möglichkeit nicht. Die Gründe sind vielfältig Zeitmangel, Scheu vor der Untersuchung, das Gefühl, keine Beschwerden zu haben und deshalb auch keinen Grund zum Arzt zu gehen. Hinzu kommt eine kulturell geprägte Haltung vieler Männer, Schwäche oder was sie dafür halten, zu vermeiden. Der Gang zum Arzt kann sich anfühlen wie das Eingestehen von Verletzlichkeit. [musik] Es ist das genaue Gegenteil. Es ist verantwortungsvolles Handeln.
Igor Jeftic, geboren am 20. November 1971 [musik] in Belgrad, kam als Zweijähriger mit seiner Familie aus dem damaligen Jugoslawien nach Deutschland.
Er spricht bis heute im Familienkreis Serbisch. Für seine Schauspielausbildung zog er von Stuttgart nach München und absolvierte sie bei Schauspiel München.
[musik] Er spielte Theater in Stuttgart und begann ab 1996 mit Rollen in Fernsehserien wie Powderpark, Balco, [musik] 2 zum Verlieben.
Doppelter Einsatz bei aller [musik] Liebe und in aller Freundschaft.
Außerdem in zwei Tatortfolgen sowie in der durchgehenden Hauptrolle des Fhibbis in der ARD Serie. Plötzlich erwachsen 2006 spielte er Robert Steinbrenner in der AARD Serie Das Geheimnis meines Vaters. [musik] 2007 verkörperte er Jan Rotenburg in der SAT1 Telenovela, verliebt in [musik] Berlin in Seit 2009 spielt er als Kriminalhauptkommissar Sven Hansen, eine der Hauptrollen in der ZDF Serie Die Rosenheim Cops. Diese Rolle hat ihn zum Publikumsliebling gemacht. Der Norddeutsch Wortkarge, Segelbegeisterte Ermittler, der im bayerischen Voralpenland gegen Mord und Totschlag ankämpft, ist zu einem der verlässlichsten Fernsehcharaktere Deutschlands geworden.
Die Rosenheim Cops, die seit 2002 auf Sendung sind und sich mittlerweile in der 25. Staffel befinden gehören zu den langlebigsten und erfolgreichsten Krimiserien im deutschen Fernsehen überhaupt.
Jefticit lebt in München und hält sein Privatleben konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Er gibt kaum persönliche Interviews, postet gelegentlich auf Instagram, [musik] meist mit einem Augenzwinkern. Als die Falschmeldungen über seinen Gesundheitszustand kursierten, reagierte er genauso sachlich, direkt und mit jener leichten Ironie, [musik] die man auch von Sven Hansen kennt.
Es wäre leicht, die Kausa Jeftitic als bloße Fußnote [musik] zum Thema KI generierter Desinformation abzuhaken.
Doch die Reaktion der Fans, die echte Sorge hinter der Frage einer Nutzerin, ob Ihr Lieblingsschauspieler krank sei, zeigt [musik] etwas Wichtiges. Wenn bekannte Persönlichkeiten erkranken und darüber sprechen, verändert das [musik] etwas. Es senkt die Hemschwelle. Es zeigt, dass Krankheit kein Versagen ist, sondern ein Teil des Lebens.
Prominente, die öffentlich über eigene Krebserkrankungen sprechen, wie es Thomas Gottschalk mit seinem Epitheloiden Angiosakom getan hat oder Berich Egli mit [musik] ihrer DCIS Diagnose leisten einen Beitrag, [musik] der über das Individuelle hinausgeht.
Sie normalisieren das Thema. Sie ermutigen andere zur Vorsorge und sie zeigen, dass Stärke nicht bedeutet, nichts zu fühlen.
Igor [musik] Jeftic muss das nicht tun.
Er ist gesund und er hat das klargestellt.
Aber die Geschichte, die in falschen Meldungen über ihn erzählt wurde, [musik] ist keine leere Geschichte. Sie ist der Spiegel einer Gesellschaft, in der Männergesundheit noch immer zu wenig Raum einnimmt. In der Öffentlichkeit, in der Praxis [musik] und in den Köpfen der Männer selbst.
Der Kommissar Sven Hansen würde vielleicht [musik] sagen, wer die richtigen Fragen stellt, kommt der Wahrheit am nächsten?
Für die Gesundheit gilt dasselbe.

 

 

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