Er möchte nicht vor seiner Frau sterben

Ein runder Geburtstag ist immer eine Besonderheit – Howard Carpendale feierte am 14. Januar 2026 seinen 80., doch dabei zeigt er sich sehr nachdenklich und spricht über ein großes und oft verschwiegenes Thema: den Tod.
Howard Carpendale, 80, blickt eher kritisch und nachdenklich auf seinen Geburtstag. Der Musiker hat eine unglaubliche Karriere hingelegt und möchte natürlich noch nicht aufhören – eine Abschiedstournee steht noch an, und damit zeigt er letztlich nur, dass man nur so alt ist, wie man sich fühlt.
Dennoch ist 80 eine stolze Zeit und der Tod wird zu einem Thema, wenn auch ungewollt. Im Interview mit der “Bild”-Zeitung reflektiert er diesen und spricht über die Dinge, die viele lieber vor sich herschieben.
Howard Carpendale: Er spricht über seine Ehe und die Sorge vor dem zu frühen Tod
Den “Ti Amo”-Sänger beschäftigt der Tod auch in seiner Partnerschaft mit Ehefrau Donnice Carpendale, 79, doch leicht ist das nicht. “Ich kann sie nicht alleine lassen. Das geht nicht. Sie kommt ohne mich nicht zurecht. Das wäre eine Katastrophe”, gesteht er im Gespräch mit der Zeitung. Es liege auch daran, dass die 79-Jährige nicht gerne über das Thema spreche. “Ich darf das Thema Sterben überhaupt nicht erwähnen”. Die Sorge und Angst vor diesem Thema sind spürbar – jede Person kann diese Gefühle wohl nachvollziehen.
Doch der Tod ist unausweichlich und wichtig, weshalb er sich vorgenommen habe, an seinem Geburtstag genau darüber zu reden. “Ich möchte, dass jeder ein Gefühl dafür hat, was sie mir bedeuten. Und sie mir immer zur Seite gestanden sind. In allem. Wir sind keine einfache Familie, das gebe ich zu. Aber wenn wir uns brauchen, sind wir immer füreinander da”, hält er vorher fest. Sie unterstützen sich und nehmen die Situationen augenscheinlich so, wie sie kommen. Vielleicht ist er gerade deshalb auch so fit und denkt nicht ans Aufhören und an ein Ende.

Er bleibt groß im Geschäft
“Da kann man nicht mehr von mittendrin reden”, sagt der 80-Jährige über sein Alter und den Geburtstag. Es ist der kritische Blick Richtung Ende, der aber nicht so bald eintreten wird. Howard Carpendale ist noch groß im Geschäft, tritt auf und hat liebende Menschen an seiner Seite, die er am “liebsten nie loslassen würde.”
Älterwerden ist für viele Menschen nicht einfach, und er spricht auch darüber, dass er sich in dieser Hinsicht mit seiner Familie und den Genen auseinandersetzt. Im Gespräch offenbart er: “Nur meine Mutter wurde über 90. Vielleicht habe ich ihre Gene.” Sein Vater Douglas Carpendale starb mit 59 Jahren und seine Schwestern sind ebenfalls tot. In einem früheren Interview mit “Bild am Sonntag” sagte er: “Anne, meine vier Jahre ältere Schwester, litt an Diabetes. Sie wurde nur 45. Jean, sie war acht Jahre älter als ich, brach sich bei einem Autounfall das Genick.” Es ist ein trauriger Rückblick, der bis heute sicher nicht leicht ist. Schon vor Monaten sprach er über sein Alter mit der “Berliner Morgenpost” und gestand, dass er glaube, dass er keine “100 werde”. Doch das sei ihm völlig egal. Für ihn zählt: “Ich möchte diese Jahre so fröhlich leben, wie ich kann, und das gelingt im Moment. Ich bin, glaube ich, glücklicher, als ich je war.”
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Alter ist am Ende doch nur eine Zahl
Carpendale lässt sich nicht unterkriegen und es ist ihm egal, was Menschen von einer Person in seinem Alter erwarten. “Es gibt Dinge, die du mit 76 noch machst. Aber mit 80? Dann sagen die Leute: Musst du das noch machen? In deinem Alter? Wasserrutsche in Dubai zum Beispiel […] Ist mir egal.”
Für seine Fitness und sein Aussehen macht er auch viel. “Ich möchte einfach nicht mit grauen Haaren auf die Bühne”, sagt er über seine Optik und auch körperlich bleibt er fit. “Wenn du zwei Tage pausierst, sind die Schmerzen wieder da. Man muss dranbleiben”, verrät er über seine Routine, die Sport und Bergwanderungen beinhalte.






