Millionen-Streit in Frankreich: Luxus-Hotel der Geissens in Saint Tropez wird zwangsversteigert
Eine von den deutschen Unternehmern Robert und Carmen Geiss betriebene Hotelanlage in Südfrankreich soll zwangsversteigert werden. Dies bestätigte Robert Geiss der „Bild“-Zeitung. Hintergrund sind demnach offene Steuerforderungen des französischen Staats in Millionenhöhe. „Wie viele andere Grundstücksbesitzer in Frankreich sind auch wir von überzogenen Forderungen der französischen Behörden betroffen und kämpfen seit Jahren für unser Recht“, erklärte Geiss gegenüber der „Bild“.
Die Versteigerung soll am 25. April stattfinden, das Startgebot liegt bei 1,5 Millionen Euro. Darüber berichtete auch der „Business Insider“. Das betroffene Grundstück hatte Robert Geiss laut dem Bericht bereits 2008 erworben. Die Steuerschulden hängen demnach mit Vorteilen zusammen, die der französische Staat Immobilienkäufern gewährt – allerdings nur, wenn sie das Grundstück innerhalb von fünf Jahren wieder verkaufen. Die Nachzahlungsforderungen nebst Strafzahlungen und Zinsen belaufen sich laut dem „Business Insider“ auf etwa sieben Millionen Euro und richten sich an ein in Luxemburg registriertes Unternehmen von Geiss.
Gegenüber der „Bild“ zeigte sich der Unternehmer überzeugt, dass es nicht zu der Zwangsversteigerung kommen werde. „Gegen das Urteil haben wir Berufung eingelegt und sind sehr zuversichtlich, dass wir die Zwangsversteigerung abwenden können.“ Der Betrieb des Hotels mit 16 Zimmern und drei Pools an der Côte d’Azur sei zudem nicht gefährdet: „Unser Hotel hat mit dem ganzen Prozess nichts zu tun. Das Hotel ist lediglich Mieter und der Mietvertrag hat weiterhin Gültigkeit.“
Robert Geiss hatte seine Karriere Ende der Achtzigerjahre mit einem Unternehmen für Sportkleidung begonnen. Seit 2011 sind er und seine Frau Carmen sowie die beiden gemeinsamen Töchter durch die Serie „Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie“ in der Öffentlichkeit bekannt.