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Sänger Reinhard Mey erlitt auf der Bühne einen Schlaganfall und befindet sich in kritischem Zustand

Auf der Bühne der historischen Leißhalle in Hamburg sang. Reinhard Mai, der beliebte deutsche Liedermacher, über den Wolken eine Ballade über die Sehnsucht nach Freiheit, die seit Generationen zur inoffiziellen Nationalhymne geworden ist.
Gerade als sah, dann wird alles still.
anstimmte, versagte ihm plötzlich die Stimme.
Seine Gitarre glitt ihm aus den Händen und stürzte mit einem herzzerreißenden Knall auf den Bühnenboden.
In diesem Moment vor 2000 atemlosen Zuschauern brach Reinhard Mai zusammen.
Die nächsten 90 Sekunden herrschten Chaos, doch es gab auch Akte stillen Heldenmuts.
Die passionierte Krankenschwester Elke Sommer, die in der ersten Reihe saß, eilte vor dem Sicherheitspersonal auf die Bühne. Sie fing Mais Kopf auf, brachte ihn in Sicherheit und begann Puls und Atmung zu prüfen.
Auf dem blassen Gesicht des Künstlers zeigten sich die unverkennbaren Anzeichen eines Schlaganfalls. Eine Gesichtshälfte hing herab, sein Blick war leer. Das habe ich in meinen 40 Berufsjahren schon viel zu oft erlebt”, sagte Frau Sommer später mit bewegter Stimme.
Er reagierte nicht. Ich wusste, jede Sekunde war kostbar. Nur 7 Minuten später traf der Krankenwagen ein.
Die Ärzte an Bord bestätigten sofort den Verdacht auf einen schweren Schlaganfall und leisteten erste Hilfe. Unter Blaulicht wurde Reinhard Mai aus dem Theater, indem er in seiner über 50-jährigen Karriere hunderte Male aufgetreten war, ins Universitätsklinikum Hamburg Kependorf Uke, ein führendes Schlaganfallszentrum in Norddeutschland gebracht.
Das gesamte Publikum, darunterzigjährige und 18-Jährige stand unter Tränen da.
Viele hielten Händchen. Im Uke war das Schlaganfallteam unter der Leitung von Professorin Dr. Anette Baumgärtner bereit.
Alle Formalitäten wurden übersprungen.
Mai wurde direkt zum Meerschicht Computertomographen gebracht.
Die Bilder zeigten einen schweren ischemischen Schlaganfall. Ein großes Blutgerinsel hatte die linke mittlere Hirnarterie blockiert. Ein lebenswichtiges Blutgefäß, das Hirnregionen versorgt, die Sprache, Bewegung und kognitive Funktionen steuern.
Zeit ist Hirn, erklärte Professor Baumgärtner später in einer kurzen Pressekonferenz.
Glücklicherweise wurde Herr Mai extrem schnell ins Krankenhaus gebracht. Wir führten sofort eine Trombolyse durch.
Dabei handelt es sich um einen komplexen mikrochirurgischen Eingriff, bei dem Ärzte einen kleinen Katheter über die Oberschenkelarterie ins Gehirn einführen, um das Blutgerinsel direkt zu entfernen.
Die Operation dauerte fast 3 Stunden. Am Samstag um 1:30 Uhr trat ein Krankenhaussprecher vor die wartenden Medienvertreter.
Der Eingriff war technisch erfolgreich.
Wir haben die Blutversorgung des Gehirns wiederhergestellt.
Herr Reinhard Mai befindet sich jedoch weiterhin in kritischen Zustand. Er wird zum Schutz seines Gehirns säiert und auf der neurochirurgischen Intensivstation engmaschig überwacht.
Die nächsten 24 bis 48 Stunden werden entscheidend sein, um das Ausmaß der Schädigung zu beurteilen.
Eine der Familiennahestehende Quelle fügte hinzu, die Ärzte sind sehr besorgt über mögliche Schäden am Sprachzentrum Brokerareal.
Dies könnte seine Sprech und Singfähigkeit stark beeinträchtigen. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer.
Der NDR unterbrach seine Werbespots, um die dringende Nachricht zu verkünden.
Fernsehsendungen am Wochenende widmeten ihre ersten Minuten der Berichterstattung.
In den sozialen Medien drückten hunderttausende Twitter und Facebooknutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Bestzung und Besorgnis aus.
Der #staystrong Reinhard wurde schnell zu einem globalen Trendthema. Diese Besorgnis ging weit über die bloße Trauer um den Verlust eines Popstars hinaus.
Reinhard Mai war ein Teil der Deutschen Seele, ein Geschichtenerzähler des Zeitgeschehens durch seine Musik von den 1960er Jahren bis heute.
Er war nicht nur ein Entertainer, sondern ein Liedermacher, ein Poet, ein Beobachter der Gesellschaft, ein Vertrauter der Nation.
Seine Lieder von Gute Nacht Freunde bis mein Berlin von Diplomatenjagd bis Nein, meine Söhne geb ich nicht haben historische Umbrüche, alltägliche Freuden und Leiden, Liebe und Widerstand vieler Generationen festgehalten.
Er sang über unser Leben, sagte Gertrud Bcker, eine Zuhörerin des schicksalhaften Konzerts, unter Tränen.
Als wir gegen den Vietnamkrieg protestierten, sang er, als die Berliner Mauer fiel, sang er, als wir liebten, als wir verloren, hatte er immer ein Lied für uns. Diese Stimme darf nicht verstummen. Kollegen aller Generationen meldeten sich zu Wort. Der Sänger Udo Lindenberg, ein enger Freund Mais, postete ein gemeinsames Foto mit der Bildunterschrift. Kämpfe, alter Freund, deine Stimme darf nicht verstummen.
Der Komiker und Liedermacher Kollege Reinald Grebe schrieb: Er hat uns das Deutsche beigebracht, dass wir lieben.
Bundeskanzler Olaf Scholz, ehemaliger Bürgermeister von Hamburg, rief Maisfamilie persönlich an, um sein Beileid auszusprechen.
Kulturministerin Claudia Rot nannte Mai einen nationalen Kulturschatz, der unser eigenes Bild mit seiner Sensibilität und seinem scharfen Verstand geprägt hat.
Reinhard Mais Familie war im Krankenhaus. Seine Frau Hella, seine Partnerin seit fast 50 Jahren und unerschütterliche Stütze war von Anfang an bei ihm.
Auch seine Kinder eilten nach Hause. In einer kurzen, bewegenden Erklärung, die Maislangjähriger Manager verlas, dankte er den Rettern, Ärzten und allen, die für ihn gebetet hatten.
Wir sind bei unserem Vater Ehemann, uns.
Wir hoffen, bitte respektieren Sie unsere Privatsphäre in dieser schweren Zeit.
Viele Fans versammelten sich spontan vor dem UKE Krankenhaus, nicht um Lärm zu machen, sondern um ihre Anteilnahme zu zeigen.
Sie legten Kerzen, Blumen und kleine Gitarren auf den Bürgersteig. Einige begannen leise Maislieder zu singen, wie ein gemeinsames Gebet. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Die Polizei errichtete Absperrungen, ließ diese stille Gedenkfeier aber respektvoll stattfinden.
Reinhard Mai 1942 in Berlin geboren, begann seine Karriere in kleinen Clubs im Nachkriegswestberlin.
Er wurde zur Stimme der rebellischen Studentengeneration von 1968, ließ sich aber nie auf ein einziges ideologisches Kette festlegen.
Er sang über die Umwelt, lange bevor sie zum Mainstream wurde, über Frauenrechte mit tiefem Einblick und über die Einsamkeit von Immigranten.
Seine Karriere war ein langer Weg mit über 30 Alben, unzähligen Auszeichnungen und bis heute ausverkauften Konzertseelen in ganz Europa.
Doch es gibt ein herzzerreißendes Paradoxon. Der Mann, der so eindringlich über die Zerbrechlichkeit des Lebens, Krankheit und Tod sang, Herr von Eden, der Mörder ist immer der Gärtner, wird nun selbst auf brutalste Weise mit eben dieser Zerbrechlichkeit konfrontiert.
In seinem Lied Der Gaukler schrieb er: “Ich bin nur ein Mensch aus Fleisch und Blut und nicht aus Stahl.” Diese Zeile halt nun eindringlich nach.
Von der Presse befragte Mediziner betonten, dass Reinhard Mai, selbst wenn er die kritische Phase übersteht, einen langen und schwierigen Genesungsweg vor sich hat.
Die Entfernung des Blutgerinsels ist ein großer Erfolg. Doch jede Minute der Blockade schädigt Nervenzellen.
Die Fähigkeit, Sprache, Motorik und kognitive Fähigkeiten wiederzuerlangen ist unvorhersehbar und von vielen Faktoren abhängig.
Für einen Künstler, dessen Seele die Worte sind, könnte der Verlust der Fähigkeit, Worte zu finden, sich auszudrücken oder zu singen, eine tiefe Tragödie sein.
Experten bieten jedoch auch einen Hoffnungsschimmer. Das Gehirn ist neuroplastisch, insbesondere bei jemandem wie Mai, der sein Leben lang intellektuell aktiv und kreativ war.
Es kann lernen, sich neu zu organisieren und neue Wege zu finden. Am Sonntagmorgen brachte die erste Nachricht aus dem Krankenhaus einen Hoffnungsschimmer. Reinhard Maiszustand hatte sich leicht stabilisiert.
Er benötigt zwar weiterhin ein Beatmungsgerät und Säierung, doch die Hirnaktivität zeigte positive Anzeichen.
Tests ergaben nach dem Eingriff keine neuen Blutungsstellen. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt nach vorn. Ganz Deutschland und die deutschsprachigen Länder halten den Atem an. Sie warten nicht nur auf Nachricht über das Überleben eines Einzelnen, sondern auch auf das Schicksal einer kollektiven Stimme, eines Schatzes an Erinnerungen, vertont in Musik, eines Teils der nationalen Seele.
Reinhard Mai sang einst, ich werde da sein, wenn du mich brauchst. Nun sind Millionen von Herzen an seiner Seite in einer Stille voller Angst und Hoffnung und warten auf ein Wunder für den Mann, der ihnen durch seine Lieder so viel Wunder geschenkt hat. M.

 

 

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