Die Rosenheim-Cops

Sarah Thonigs kontroverse Enthüllungen über ihr Privatleben in der Serie Die Rosenheim Cops

Als der Schleier über dem Privatleben der Darsteller von die Rosenheimer Cops gelüftet wird, erlebt die Öffentlichkeit eine vielschichtige Geschichte über Macht, Einsamkeit und den Preis des Erfolgs.
Rosenheim, München. Seit über 20 Jahren ist die Rosenheimer COPS nicht nur die erfolgreichste Krimiserie des ZDF, sondern auch ein Phänomen der deutschen Popkultur.
Mit ihrer idyllischen Kulisse am Kee, den unbeschwerten Fällen und einem Ensemble, das sich wie eine Familie anfühlt, ist die Serie für Millionen von Zuschauern jeden Montagabend zu einem beruhigenden Ritual geworden. Doch hinter dieser friedlichen Kulisse verbirgt sich eine andere Geschichte.
Eine Geschichte voller verborgener Aspekte, Konflikte und Schmerz, die Schauspielerin Sarah Tonich, die die Staatsanwältin Anna Wachinger verkörperte, in ihren Memoen und einer Reihe schockierender Interviews erzählen wird. Teil I die Rosenheimer Familie, eine Legende entsteht. Die Anfänge, Einsamkeit in der Menge.
Als Sarah Tonich, eine vielversprechende junge Schauspielerin vom Münchner Theater 2005 Folge 139 zur Serie Die Rosenheimer Kops stieß, ahnte sie nicht, dass sie fast zwei Jahrzehnte mit dieser Rolle verbunden sein würde.
Doch von Anfang an verspürte sie ein unbeschreibliches Gefühl der Fremdheit.
Beim ersten Mittagessen am Set saß ich allein, erzählte Ton in einem Exklusivinterview mit der Süddeutschen Zeitung.
Jeder hatte seine eigene Klicke, seine eigene Geschichte. Josef Hannes Schläger, der Sheriff Corbinian Hofer spielte und Marisa Burger, die erste Staatsanwältin, waren schon lange eng befreundet. Ich fühlte mich wie eine Eindringling. Laut Tonix Enthüllungen ist die sogenannte enge Freundschaft zwischen den Schauspielern, die von Medien und Publikum stets gelobt wird, größtenteils ein Produkt der PR-Abteilung.
Wir schätzen und respektieren einander als Kollegen, aber erwarten Sie keine tiefe Freundschaft.
Jeder hat sein eigenes Leben, seine eigene Familie, seine eigenen Sorgen.
Der Druck 35 bis 40 Folgen pro Jahr zu drehen, lässt uns keine Zeit, uns wirklich nahe zu kommen. Setkultur, das kostspielige Schweigen. Eine der schockierendsten Enthüllungen, betrifft das Arbeitsumfeld, das Tonig als Star und hierarchisch beschreibt.
Hauptdarsteller haben ihre eigenen Wohnwagen, während sich Nebendarsteller Garderoben teilen. Unterschiede bei Späßen, Arbeitsbedingungen und sogar der Qualität der Mahlzeiten sind klar definiert.
Ich erinnere mich, dass Marisa Burger, die Schauspielerin, die vor mir die Staatsanwältin spielte, mir einmal sagte: “Hier ist Schweigengold.
Beschweren Sie sich nicht, fordern Sie nichts, sonst suchen Sie sich jemand anderen.
Und sie hatte recht. Als sie anfing, bessere Arbeitsbedingungen zu fordern, wurde ihr Vertrag nicht verlängert.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass dieses Schweigen nicht nur aus Angst, sondern auch aus dem Gefühl des Privilegs resultierte, Teil einer erfolgreichen Serie zu sein. Wenn man Teil einer Sendung mit 5 bis 6 Millionen Zuschauern pro Folge ist, hat man das Gefühl, dankbar sein zu müssen.
sich zu beschweren erscheint undankbar.
Aber die Wahrheit ist, dass wir 12 bis 14 Stunden am Tag arbeiten, oft von unseren Familien getrennt sind und die Bezahlung nicht so hoch ist, wie die Leute denken.
Als Marisa Rolle der Staatsanwältin Florinda Fischer aufgab, hieß es, es sei eine persönliche Entscheidung und sie wolle ein neues Projekt verfolgen.
Laut Tonig ist die Geschichte jedoch viel komplizierter. Marisa und ich sind uns nach ihrem Ausstieg näher gekommen.
Sie erzählte mir von ihrer Erschöpfung, ihrem Gefühl, in der Rolle gefangen zu sein und ihren kreativen Differenzen mit den Drehbuchautoren und dem Regisseur.
Als sie vorschlug, die Figur komplexer zu gestalten, vielleicht mit Fehlern, persönlichen Konflikten, wurde der Vorschlag kategorisch abgelehnt.
Die Rosenheim Zuschauer wollen keine Komplexität. Sie wollen Sicherheit, Vorhersehbarkeit”, sagte ein Produzent zu ihr. Tonix Übernahme der Rolle abfolge 229 verlief nicht reibungslos.
Ich spürte den Widerstand eines Teils des Publikums, der Marisa treu ergeben war.
Der Druck, dasselbe, aber doch anders zu sein, war enorm. Ich erhielt wütende Briefe, in manchen stand sogar: “Du wirst niemals Florinda sein.” Und sie hatten recht. Ich war Anna Wachinger, aber selbst meine Figur war an die Vorgaben meiner Vorgängerin gebunden.
Das schockierendste Ereignis in der Geschichte von Die Rosenheim Cops war der plötzliche Tod von Josef Hanneschläger im März 2020 im Alter von 65 Jahren.
In den Medien wurde er als geschätzter Kollege gefeiert. Für Tonich und die anderen am Set war es jedoch ein Schock, der viele Fragen offen ließ.
Josef war unsere Stütze. Er war der Vermittler, die emotionale Stütze. Doch nur wenige wußten, dass er in den letzten Monaten völlig erschöpft war.
Er sagte zu mir: “Sar, manchmal fühle ich mich wie eine Maschine. 15 Jahre dieselbe Rolle, dieselben Texte, dasselbe Lächeln für die Kamera.” Laut Tonich hatte Hannes Schläger überlegt, seine Auftritte zu reduzieren oder die Serie sogar zu verlassen, um sich auf die Bühne zu konzentrieren.
Doch der Druck der Produzenten und des Fernsehsenders war zu groß.
Er fühlte sich Millionen von Zuschauern und seinen Kollegen gegenüber verantwortlich.
“Wenn ich gehe, bricht die ganze Serie wahrscheinlich zusammen”, sagte er einmal.
Es war eine furchtbare psychische Belastung. Nach Hannes Schlägers Tod wurde das Arbeitsklima angespannter, denn je.
Wir drehten die fröhlichen lustigen Szenen, während unsere Herzen brachen.
Es gab keine richtige Gedenkfeier am Set, keine Zeit, die Trauer zu verarbeiten.
Wir mussten wegen des vollen Drehplans einfach weitermachen. Es war eine erschreckende Abstumpfung. Ein zentraler Punkt in Tonix Enthüllungen sind die künstlerischen Beschränkungen, mit denen sie und ihre Kollegen konfrontiert waren.
Wenn man zu lange in einer Rolle in einer zu erfolgreichen Serie feststeckt, wird man gefangen.
Filmregisseure, Theaterproduzenten, alle sehen in einem nur noch den Rosenheimer Polizisten.
Man wird zur Geisel des eigenen Erfolgs.
Tonich erzählt eine herzzerreißende Geschichte.
2018 wurde ich zu einem Vorsprechen für ein Stück im Residenztheater in München eingeladen, eine anspruchsvolle, komplexe Rolle, von der ich immer geträumt hatte. Das Vorsprechen verlief gut. Der Regisseur war sehr beeindruckt.
Doch dann sagte er: “Sarah, du bist eine fantastische Schauspielerin.” Aber ich kann nicht. Jedes Mal, wenn das Publikum dich sieht, wird es nur Anna Wachringer aus Rosenheim Kops sehen.
Niemand wird dir diese Rolle abnehmen.
Ich habe eine ganze Woche lang geweint.
Toniks tiefgründigste persönliche Offenbarungen drehen sich um den Preis, den sie für den Ruh zahlt.
Mit 45 Jahren ist sie immer noch Single und gibt zu, dass eine feste Beziehung mit ihrem anspruchsvollen Arbeitsplan fast unmöglich ist.
Beziehungen sind in die Brüche gegangen, weil mein Partner es nicht ertragen konnte, dass ich jedes Jahr vier bis fünf Monate für Dreharbeiten verschwand und die restliche Zeit mit Textlernen und Promotion verbrachte.
Einen Serienschauspieler zu lieben ist wie einen Geist zu lieben. Man liebt sein Image im Fernsehen mehr als sein wahres Ich.
Ton sprach auch über den erheblichen Druck, ein bestimmtes Aussehen zu wahren.
Mitzig bekam ich von Regisseuren subtile Hinweise. Die Kostüme sollten vielleicht etwas dezenter sein. Die Frisur wirkt zu jugendlich für die Rolle. Das sind subtile Andeutungen, dass man älter wird und dem Bild entsprechen muss, dass das Publikum erwartet.
Unmittelbar nach Tonics ersten Enthüllungen veröffentlichten ZDF und Networkmovie eine kurze gemeinsame Stellungnahme. Wir bedauern, falls Frau Tonich negative Erfahrungen gemacht hat.
Wir haben uns viele Jahre lang um ein professionelles und respektvolles Arbeitsumfeld bemüht.
Die Rosenheim Cops wird auch weiterhin eine Serie sein, die von Millionen Zuschauern geliebt wird.
Diese Stellungnahme wurde von vielen Journalisten als kalt und unsensibel kritisiert.
Die Medienkritikerin Claudia Tischki schrieb in der Süddeutschen Zeitung: “Anstatt zuzuhören und nachzudenken, entschieden sich ZDF und Network Movie für eine defensive Haltung.
Sie schützten ihre Marke, anstatt sich um die Betroffenen zu kümmern.

 

 

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