Schwerer Schicksalsschlag bei Uschi Glas – ER ist gestorben
Uschi Glas steht seit rund sechs Jahrzehnten vor der Kamera. Sie war in mehr als 100 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und gehört bis heute zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands.
Bekannt wurde sie bereits Mitte der Sechzigerjahre. Den großen Durchbruch brachte ihr jedoch ein Film, der später Kultstatus erreichen sollte: „Zur Sache, Schätzchen“.
Nun muss Uschi Glas Abschied von einem Mann nehmen, der eng mit diesem Erfolg verbunden war. Werner Enke, ihr damaliger Filmpartner, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Die Komödie „Zur Sache, Schätzchen“ machte Uschi Glas 1968 zum Star. Mehr als 6,5 Millionen Menschen sahen den Film damals im Kino.
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Damit wurde er zu einem der größten deutschen Kinoerfolge der Nachkriegszeit. Regisseurin May Spils war zu diesem Zeitpunkt erst 26 Jahre alt und traf mit dem Film genau den Nerv der Zeit.
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Der neue Humor, die besondere Sprache und die Figur eines Antihelden, der sich der Leistungsgesellschaft verweigerte, machten den Film außergewöhnlich. Werner Enke spielte diesen Antihelden Martin.
Werner Enke verkörperte in „Zur Sache, Schätzchen“ den Nichtstuer Martin. Er lebte in den Tag hinein und brachte seine Umgebung mit pseudo-philosophischen Sprüchen durcheinander.
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An seiner Seite spielte Uschi Glas die Barbara, eine behütete Tochter aus gutbürgerlichem Hause. Die Begegnung der beiden Figuren sorgte im Film für Spannung, Witz und Reibung.
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Auch privat waren Uschi Glas und Werner Enke offenbar sehr unterschiedlich. Genau diese Gegensätze machten ihre gemeinsame Arbeit aber offenbar besonders prägend.
Das 60. Jubiläum von „Zur Sache, Schätzchen“ in zwei Jahren wird Werner Enke nicht mehr erleben. Der Schauspieler starb am 20. Juli nach schwerer Krankheit in München.
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Uschi Glas nahm in der Münchner „Abendzeitung“ bewegend Abschied von ihrem einstigen Filmpartner. Sie schrieb: „Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern“.
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Weiter heißt es: „Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab.“ Die Schauspielerin bedankte sich von Herzen bei ihm und erinnerte sich an den gemeinsamen Dreh.
Uschi Glas beschreibt die Arbeit mit Werner Enke als Freude – auch wenn es nicht immer reibungslos lief. Der Dreh sei schön gewesen, „obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben“.
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Die Schauspielerin erinnert sich an ihre Unterschiede mit den Worten: „Ich die Bürgerliche, du der Bürgerschreck“. Gerade diese Gegensätzlichkeit habe offenbar eine besondere Wirkung gehabt.
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Sie schreibt: „Dennoch (oder gerade deswegen) hast du mich fasziniert – und, ich glaube, ich dich auch ein bisserl. Ich habe damals viel von dir gelernt. Von deiner Lässigkeit, deinem Witz. Von deiner Art, so locker durchs Leben zu gehen.“
Uschi Glas hätte gerne noch weitere Filme mit Werner Enke und May Spils gedreht. Doch dazu kam es nicht mehr. Sie schreibt: „dazu ist es leider nie gekommen“.
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Mehr als 60 Jahre war Werner Enke mit Regisseurin May Spils zusammen. Nach seinem Tod sprach Uschi Glas lange mit ihr. Beide verbindet offenbar der Glaube, dass etwas bleibt.
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Am Ende ihres Abschieds schreibt Uschi Glas: „Wir fühlen dich, denn wir glauben beide daran, dass die Seele irgendwie, irgendwo weiter existiert. Also, lebe wohl, lieber Werner, und schau uns von da oben zu, und hab eine schöne Zeit, da draußen im Himmel, im Weltall …“ So wird ihr Nachruf zu einem stillen, liebevollen Abschied von einem besonderen Weggefährten.






