In aller Freundschaft

„Sehr sonderlich“: Neue Erzählweise bei „In aller Freundschaft“ sorgt für Wirbel

Hanna Globisch (Helena Pieske, li.) wurden auf ihrer Party KO-Tropfen verabreicht. Um einen sexuellen Missbrauch auszuschließen, möchte ihre Mutter Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig, re.), dass Gynäkologin Dr. Ina Schulte (Isabell Gerschke, mi.) Hanna untersucht. Doch Hanna weigert sich.

„In aller Freundschaft“ wagt mit neuer Erzählweise ein Experiment. Doch nicht alle ARD-Zuschauer sind begeistert von der ungewöhnlichen Folge.

Leipzig – Die ARD-Serie „In aller Freundschaft“ hat mit ihrer neuesten Folge für Diskussionen gesorgt. Statt der gewohnten Krankenhaus-Storys gab es diesmal ein Experiment: Die Macher haben sich von der Oper „Cosi fan tutte“ inspirieren lassen – mit ungewohnten Erzählweisen und einer Extraportion Drama.

 

„Sehr sonderlich“: Neue Erzählweise bei „In aller Freundschaft“ sorgt für Wirbel
Am Dienstag, dem 25. März, lief die Folge mit dem gleichen Namen wie Mozarts Oper im Ersten. Im Mittelpunkt: Patientin Maren Gregor, die kurz vor ihrem Tod noch eine Mission hat. Sie bittet Pflegerin Miriam Schneider und Dr. Kathrin Globisch, den alten Streit mit ihrer Zwillingsschwester Luisa zu schlichten.

Der Grund? Maren hatte ihr vor Jahren den Ehemann ausgespannt – inzwischen sind aber auch die beiden längst getrennt. Über eine gemeinsame Erbschaft sollen nun die Wogen geglättet werden. Ein Plan, der in einer emotionalen Achterbahnfahrt endet.

Folge 1088 von „In aller Freundschaft“: Drei Figuren hadern mit dem Single-Leben
Parallel dazu hadern Kris Haas, Dr. Ilay Demir und Miriam Schneider mit ihrem Singledasein. Kurzerhand beschließen sie, sich bis zum Abend jeweils ein Date zu organisieren – mit mäßigem Erfolg (mehr zu TV-Serien und Shows bei RUHR24 lesen).

Aber nicht alle Zuschauer sind Fans der Umsetzung der Handlung. Auch die vorherige Folge sorgte für Kritik. Zwei wichtige Figuren feierten hier bei „In aller Freundschaft“ ihr Debüt und mischten die Serienfans damit auf.

„In aller Freundschaft“ in der ARD: Zuschauer zwischen Begeisterung und Verwirrung
Dass die Folge anders war als gewohnt, fiel sofort auf. Und nicht alle fanden das gut. Auf Facebook häuften sich die Kommentare:

„Es war eine ungewöhnliche Folge, die experimentell wirkte und scheinbar nicht den Geschmack der Mehrheit gefunden hat. Trotz der Witzigkeit hoffen wir demnächst auf ‚herkömmliche‘ Beiträge.“
„Fand’s gut, mal was anderes. Immer dasselbe ist doch langweilig.“
„Ich fand es am Anfang gut, dass auch mal jemand gestorben ist, das gehört zum Krankenhausalltag dazu. Auch wie die Frau selbst damit umgegangen ist. Aber was dann kam, hat mir überhaupt nicht gefallen. Auch wenn ich die Schauspieler mag.“
„Das war definitiv eine etwas andere und seltsame Folge, aber auch zum Nachdenken … einmal ja, vielleicht auch zweimal – aber die anderen Storys sind besser.“
„Ich habe den Titel ‚Cosi fan tutte‘ nicht verstanden. Wo war der Bezug zur Folge?“
Tatsächlich kam die Verbindung zur Oper nicht für alle sofort rüber. Der offizielle Account der Serie erklärte daraufhin: „Bei der Oper ‚Cosi fan tutte‘ handelt es sich um ein Stück mit vielen Wirrungen, Intrigen und Liebeschaos. Die Folge war lose davon inspiriert, deswegen wirkte sie für viele dramatischer als sonst.“

„In aller Freundschaft“ in der ARD: Einmaliges Experiment oder ein neuer Stil?
Die Folge hat gezeigt, dass die ARD bereit ist, mit „In aller Freundschaft“ auch mal neue Wege zu gehen. Ob es dabei bleibt oder ob bald wieder klassisch erzählt wird, bleibt abzuwarten. Eins ist sicher: Langweilig wurde es an diesem Dienstagabend nicht.

 

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