Mit 47 Jahren: Oli.P macht seine Gesundheitsprobleme öffentlich
Es gibt Momente im Leben, die alles verändern.
Für Oliver Pezzoart, bekannt als Oli, war es die Diagnose, die er nie erwartet hatte. Prostatakkrebs [musik] im fortgeschrittenen Stadium.
Doch der Berliner Sänger, Schauspieler und Moderator, der in den späten 1990er Jahren mit seinem unverwechselbaren Popschlager Sound ganz Deutschland begeisterte, zeigt einmal mehr, warum sein Künstlername kein leeres Versprechen ist. Olli P gibt nicht auf.
In einem bewegenden Interview, das in den vergangenen Wochen große Aufmerksamkeit erregt hat, sprach der am 10. August 1978 in Berlin geborene Entertainer offen über seinen langen kräftezehrenden Kampf gegen die [musik] Krankheit und über die Hoffnung, die er trotz allem nicht verloren hat.
“Ich wurde [musik] in die Palliativversorgung eingestuft”, sagte er mit einer Offenheit, die viele seiner Fans überraschte und zugleich tief berührte.
Doch was nach einer Kapitulation klingen mag, ist für Olli P alles andere als das. Wer in den 1990er Jahren jung war, kennt Olli Pay sein Hit Flugzeuge im Bauch. Aus dem Jahr 1998 war einer der prägendsten [musik] deutschsprachigen Popsongs jener Era.
Eine leichte luftige Liebeserklärung, [musik] die damals aus keinem Radio wegzudenken war.
Schnell wurde aus dem jungen Berliner ein bekanntes Gesicht. Nicht nur als Sänger, sondern auch als Schauspieler in der Kultserie Wolfsrevier.
Und als Moderator diverser Fernsehshows etablierte sich Olli Pay im deutschen Showbsiness. Doch die Jahre nach dem großen Hype verliefen für ihn wie für viele Künstler seiner Generation weniger geradlinig.
Projekte kamen und gingen. Die öffentliche Aufmerksamkeit schwankte.
Was konstant [musik] blieb, war seine Leidenschaft für die Bühne, für Musik, für das Publikum.
Olli P war immer wieder da, mal als Sänger, mal als Schauspieler, mal als Moderator.
Über den genauen Zeitpunkt, zu dem Oli erstmals von seiner Erkrankung erfuhr, hat er sich in der Vergangenheit nur zurückhaltend geäußert. Doch in jüngsten Interviews ließ er tiefere Einsicht zu.
Was ihn traf, war keine früh entdeckte, gut behandelbare Form des Prostatakrebses.
Es war ein Karzinom im Stadium 4, das bereits Metastasen [musik] in den Knochen gebildet hatte. Prostatakkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung beim Mann.
Jährlich erkranken nach Angaben des Robert Koch Instituts rund 67 000 Männer neu daran. Etwa 14 000 sterben daran.
Die meisten Fälle werden in einem frühen Stadium entdeckt, in dem die Heilungschancen gut sind. Doch Stadium 4 bedeutet, der Krebs hat sich über die Prostata hinaus ausgebreitet, häufig in Lymphknoten, Knochen oder andere Organe.
Die Behandlung zielt dann weniger auf Heilung als auf Lebensverlängerung und Lebensqualität ab, also auf das, was Mediziner als palliative Versorgung bezeichnen. Genau das ist die Situation, in der sich Olli P befindet. Und genau darüber spricht er jetzt, weil er glaubt, dass Schweigen in solchen Momenten keine Lösung ist. Es hätte einfacher sein können, nichts zu sagen.
Kranke Prominente stehen vor einer schwierigen Wahl, Privatsphäre wahren und möglicherweise mit Spekulationen leben oder offen reden und damit das eigene Leid öffentlich machen.
Oli entschied sich für Letzteres und diese Entscheidung verdient Respekt.
[musik] Es geht mir nicht darum, Mitleid zu erregen, erklärte er in einem Interview.
Viel mehr wolle er anderen Betroffenen zeigen. Man kann auch mit einer solchen Diagnose weiterleben, [musik] weiterkämpfen, weiterlachen.
Dass ein Mann, der in seinen besten Jahren die Bühnen Deutschlands begeisterte, heute [musik] so offen über seine Krebserkrankung spricht, hat eine gesellschaftliche Dimension, die über das [musik] persönliche Schicksal hinausgeht. Prostatakkrebs ist eine Erkrankung, über die viele Männer nicht sprechen wollen. Aus Scham, aus Angst, aus einer tradierten Vorstellung von Stärke, die keinen Raum für Verletzlichkeit lässt.
Wenn jemand wie Olli P diese Mauer durchbricht, kann das anderen Mut machen, früher zum Arzt zu gehen, früher Diagnosen zu suchen und damit Leben zu retten. Im Mittelpunkt der aktuellen Behandlung von Olli P steht eine Therapiemethode, die in Deutschland zunehmend Bedeutung erlangt. Die sogenannte PSMA Radioligandentherapie, auch bekannt als Lutum [musik] 177 PSM Therapie.
Dabei werden radioaktive Substanzen intravenös verabreicht, die sich gezielt an Krebszellen anheften [musik] und diese von innen zerstören, während gesundes Gewebe weitgehend geschont wird. Oli beschrieb die Therapie in seinen eigenen Worten mit bemerkenswerter Klarheit: “Die Methode vernichtet die Krebszellen im Stadium 4 in den Knochen. Sie hat mein Leben verlängert.” Diese Worte sind nicht nur eine medizinische Aussage, [musik] sie sind ein Ausdruck von Dankbarkeit, von Überzeugung und von einer nüchternen Selbstwahrnehmung, die in krassem Gegensatz zur Dramatik seiner Situation steht. Die Radioligantentherapie ist kein Wundermittel [musik] und das betonen auch Mediziner mit Nachdruck.
Sie bekämpft den Krebs nicht vollständig, kann ihn in vielen Fällen aber eindämmen, das Fortschreiten verlangsamen und so wertvolle Monate mit unter sogar Jahre schenken.
Für Patienten im Stadium 4, bei denen andere Therapien an ihre Grenzen gestoßen sind, kann sie eine entscheidende Option [musik] darstellen.
Dass OLIP auf diese Therapie anspricht und positive Veränderungen wahrnimmt, ist medizinisch gesehen eine gute Nachricht. auch wenn sie im Kontext einer palliativen Gesamtsituation betrachtet werden muss. Was die jüngsten Aussagen von Oli Pay von früheren Interviews unterscheidet, ist ein spürbarer Optimismus.
Wo zuvor Erschöpfung und Unsicherheit dominierten, klingt heute etwas anderes durch.
Ein vorsichtiges, [musik] aber echtes Aufatmen. Dank der Therapie geht es mir besser, erklärte er und ließ damit aufhorchen.
Bessere Blutwerte, weniger Schmerzen, mehr Energie im Alltag. Die Radioliganden Therapie scheint in seinem Fall Wirkung zu zeigen.
Auch wenn er betonte, in der Palliativversorgung zu sein und damit keinen Heilungsanspruch zu formulieren, ist die Veränderung in seiner Haltung unübersehbar.
Die Palliativmedizin hat in den vergangenen Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Sie ist längst [musik] nicht mehr nur die letzte Station, als die sie lange galt. Viel mehr geht es darum, das Leben mit einer schweren Erkrankung so lebenswert wie möglich zu gestalten. Durch Schmerzmanagement, psychologische Begleitung, soziale Unterstützung und eben auch durch moderne Therapieansätze wie die Radioligandentherapie.
[musik] Für Olli P bedeutet das Mehr Kraft für die Dinge, die ihm wirklich wichtig sind. [musik] Wer Olli P kennt, weiß, dass die Bühne nicht nur sein Beruf ist.
Sie ist sein Lebensraum, sein Energiespender, sein Ort der Erfüllung, der direkte Kontakt zum Publikum, das gemeinsame Singen, [musik] das Leuchten in den Augen der Menschen, die seine Lieder kennen und lieben. Das ist es, was ihn antreibt. [musik] “Mein größter Wunsch ist es, wieder auf der Bühne zu stehen”, sagte er in einem Interview. [musik] Und in diesen Worten steckt alles, die Sehnsucht, die Hoffnung, der Wille, nicht der Wunsch nach Heilung um jeden Preis, nicht die Angst [musik] vor dem Tod, sondern das pure menschliche Verlangen, das zu tun, was man liebt.
Noch einmal immer wieder. [musik] Es ist genau diese Haltung, die Oli zu mehr macht als einem Prominenten, der über seine Krankheit spricht. [musik] Er wird zu einem Symbol für eine bestimmte Art des Umgangs mit dem, was das Leben einem aufzwingt.
Nicht wegsehen, [musik] nicht schweigen, nicht aufgeben.
Weitermachen, so gut es geht, [musik] solange es geht, mit so viel Freude wie möglich. Die Offenheit von Olli Pay hat in der deutschen Öffentlichkeit tiefe Spuren hinterlassen. In sozialen Netzwerken überschlagen sich die Botschaften der Anteilnahme und [musik] des Zuspruchs.
Fans, die ihn seit den 1990er Jahren begleiten, schreiben von Erinnerungen an seine Hits, von Konzertbesuchen in der Jugend, von der Bedeutung, die seine Musik für sie hatte. Auch Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschen Showbsiness haben sich gemeldet. Manche öffentlich, [musik] andere wie man munkelt im Stillen.
Die Solidarität ist spürbar, denn die Erkrankung eines Menschen, den man aus dem Fernsehen kennt, erinnert unweigerlich an die eigene Sterblichkeit, an die Vergänglichkeit von Gesundheit und Ruhm. Doch Olli P läßt sich von der Welle der Emotionen nicht überwältigen.
Er bleibt, [musik] so scheint es, der, der er immer war. Geerdet, humorvoll, mit beiden Beinen im Leben. Auch wenn dieses Leben gerade besonders schwer wiegt. Was aus Ollips PS Geschichte auch mitgenommen werden sollte, ist ein praktischer Appell.
Männer in Deutschland gehen nach wie vor seltener zur Vorsorgeuntersuchung als Frauen.
Prostatakkrebs, der früh entdeckt wird, ist in den allermeisten Fällen gut behandelbar.
Im Stadium 4 hingegen, wenn der Krebs sich bereits ausgebreitet hat, sind die Möglichkeiten begrenzt, auch wenn moderne Therapien wie die Radioliganden Therapie neue Hoffnung bringen. Ab dem 50. Lebensjahr haben Männer in Deutschland gesetzlichen Anspruch auf eine kostenlose Früherkennungsuntersuchung beim Urologen. Wer familiär vorbelastet ist oder anderen Risikofaktoren ausgesetzt ist, sollte noch früher zur Untersuchung gehen. Ein Bluttest, der PSA Wert, kann als erster Hinweis dienen, auch wenn er allein keine Diagnose stellt. Oli Geschichte ist ein mächtiger Wegruf.
nicht aus dem Grund, dass man Angst haben soll, sondern weil Vorsorge und frühzeitiges Handeln Leben verlängern können und weil es keinen guten Grund gibt, diese Chance [musik] ungenutzt zu lassen. Oli ist kein Held im klassischen Sinne. Er ist ein Mensch, der eine furchtbare Diagnose bekommen hat und der trotz allem nicht aufhört, das Leben zu umarmen. Er spricht offen, er kämpft, er hofft und er erinnert uns daran, dass Stärke nicht bedeutet [musik] keine Angst zu haben oder keine Schwäche zu zeigen. Stärke bedeutet trotzdem [musik] weiterzumachen. Die Radioligantentherapie scheint ihm eine zweite Chance zu geben. [musik] Zumindest mehr Zeit, mehr Kraft, mehr Momente auf der Bühne und mit den Menschen, die [musik] er liebt.
Ob dieser Weg noch einmal auf eine Konzertbühne führt, ist ungewiss, aber der Wille [musik] ist da und manchmal ist das der erste und wichtigste Schritt und [musik] Oli gibt nicht auf. Und das allein ist schon eine Botschaft, die weit über die Grenzen der Boulevardpresse hinausgeht. M.






